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Produkt-Update

Produkt-Update Juni 2026: Datenschutz, Sicherheit und ein fertiger Einrichtungsassistent

Seit dem Tag der offenen Tür ist viel passiert – allerdings nicht auf der Bühne, sondern im Maschinenraum. Hier ein ehrlicher Blick darauf, woran ich in den letzten Wochen an der App des Waldkindergartens gearbeitet habe und warum vieles davon nach außen unsichtbar bleibt.

Florian30. Juni 20266 Min. Lesedauer

Wenn man an einem Produkt arbeitet, das andere täglich benutzen sollen, gibt es zwei Arten von Arbeit. Die eine ist offensichtlich: ein neuer Knopf, eine neue Seite, ein neues Feature. Die andere bemerkt niemand, solange sie funktioniert. Datenschutz, Sicherheit und das stille Aufräumen von Daten, die längst gelöscht werden müssen. In den letzten Wochen ist beides passiert und ich möchte euch einen Blick hinter die Kulissen geben.

Ich bin Florian, erster Vorstand unseres Waldkindergartens „Die Waldbienen”, und ich baue die Waldkindergarten App Stück für Stück. Dieser Beitrag ist bewusst kein Marketing. Er ist vielmehr ein Werkstattbericht, damit ihr seht, dass hier kontinuierlich weitergearbeitet wird.

Datenschutz ist jetzt die Voreinstellung, nicht die Ausnahme

Die wichtigste Änderung sieht man am wenigsten. Wenn ein Waldkindergarten neu mit der App startet, sind die Profilbilder ab sofort von Anfang an ausgeblendet. Wer sie braucht, kann sie einschalten, aber niemand muss erst aktiv etwas abschalten, um die Privatsphäre der Kinder zu schützen. Genau das ist der Grundsatz „Datenschutz durch Voreinstellung”, den die DSGVO nennt, und der mir bei einer App für Kinder besonders am Herzen liegt.

Hinzu kommt eine Reihe von Aufräumregeln im Hintergrund: Anmeldedaten, Zeiterfassung, Ehrenamtsstunden und Abwesenheiten von Kindern werden nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfristen automatisch gelöscht. In der Übersicht der Ehrenamtsstunden werden zudem keine E-Mail-Adressen der Mitglieder mehr angezeigt. Wenn jemand verlangt, dass alle seine personenbezogenen Daten entfernt werden, lässt sich das jetzt sauber umsetzen. Das klingt unspektakulär, ist aber eine Aufgabe, die sich kleine Einrichtungen sonst nie leisten könnten.

Ein paar Sicherheitslücken, von denen ihr nie etwas merken solltet

Sicherheit ist keine verkaufbare Eigenschaft, sondern eine Voraussetzung. Trotzdem möchte ich offen damit umgehen, welche Probleme ich behoben habe. Beim Export von Zeiterfassung und Ehrenamtsstunden als Tabellendatei habe ich eine Lücke geschlossen. Über diese hätte sich theoretisch schädliche Formeln in eine Excel-Datei einschleusen lassen. Zudem sind die Anmeldeformulare jetzt gegen wiederholte Anfragen abgesichert, mit denen sie früher zum Absturz gebracht werden konnten.

Auch beim schnellen Login per QR-Code hat sich grundlegend etwas getan: Es wird jetzt ein eigenes, sicheres Verfahren genutzt. Wiederholte Fehlversuche werden automatisch blockiert. Änderungen an wichtigen Daten, etwa bei Kindern oder Ehrenamtseinträgen, werden nun protokolliert, sodass nachvollziehbar bleibt, wer was wann geändert hat.

Der Einrichtungsassistent lässt sich jetzt vollständig durchklicken

Das Onboarding war das größte sichtbare Stück Arbeit. Der Einrichtungsassistent kann nun ohne Unterbrechungen von Anfang bis Ende durchlaufen werden. Auf der Übersichtsseite zeigt eine übersichtliche Schritt-für-Schritt-Anleitung den Fortschritt der Einrichtung an, anstelle eines kryptischen Fortschrittsbalkens. Sogar die Symbole für die Installation der App auf dem Startbildschirm werden inzwischen automatisch erzeugt.

Beim Anlegen von Kindern werden die Daten jetzt zuverlässig gespeichert. Falls beim Speichern doch etwas schiefgeht, wird der Fehler nun erkannt und nicht mehr stillschweigend ignoriert. Genau das sind die Stolpersteine, die man als Entwickler nie selbst erlebt, sondern erst, wenn ein echter Waldkindergarten sich zum ersten Mal durch die Einrichtung klickt.

Viele kleine Verbesserungen, die den Alltag leichter machen

Daneben gab es eine ganze Reihe kleinerer Schritte, die ich nur kurz aufzählen will:

  • In der Benutzerverwaltung werden Vor- und Nachname nun in einer gemeinsamen, sortierbaren Spalte angezeigt. Beim Anlegen eines neuen Benutzers wird der Benutzername nun automatisch vorgeschlagen.
  • Beim Veröffentlichen eines Beitrags kann ausgewählt werden, an welchen Kanal die Push-Benachrichtigung gesendet werden soll. Wer noch keine eigenen Kanäle eingerichtet hat, erhält auf der Startseite nun einen entsprechenden Hinweis.
  • In der Übersicht werden für berechtigte Mitarbeitende die Anzahl der Veranstaltungen sowie die nächsten anstehenden Termine angezeigt.
  • Es gibt eine neue Einstellungsseite, auf der sich festlegen lässt, welcher Absendername und welche Antwortadresse beim Versand von E-Mails verwendet werden sollen.
  • Abwesenheiten von Kindern können nun gelöscht werden und offene Timer in der Zeiterfassung werden automatisch beendet, um eine Erfassung unrealistisch langer Zeiten zu verhindern.
  • Unzählige deutsche Texte und Beschriftungen wurden korrigiert und vereinheitlicht, damit alles auf Deutsch und in der richtigen Sprache erscheint.

Warum ich euch das alles erzähle

Vieles in dieser Liste ist unsichtbar. Niemand bedankt sich dafür, dass eine Sicherheitslücke geschlossen wurde, die er nie bemerkt hat. Genau deshalb finde ich es wichtig, solche Updates ab und zu öffentlich zu machen. Sie zeigen, dass diese App kein eingefrorenes Projekt ist, sondern dass sie jede Woche ein Stück besser wird – getrieben vom echten Alltag in einem echten Waldkindergarten.

Wenn euch interessiert, was als Nächstes ansteht, schaut auf unsere Roadmap. Und wenn ihr selbst ausprobieren wollt, was hier entsteht, freue ich mich über Pilotpartner.

Euer Waldkindergarten möchte Pilotpartner werden? Kostenloser Zugang gegen ehrliches Feedback. Schreibt mir direkt: hallo@waldkindergarten.app oder schaut euch die App in Ruhe an.